Startschuss: SimPat-Systemanalyse

Frankfurt, 10. Juli 2016 - Die SimPat-Projektgruppe startet mit der Systemanalyse, nachdem sie dafür am 2. Mai 2016 ein positives Votum der Ethikkommission der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erhielt.

Die SimPat-Anforderungsanalyse ist in zwei Bereiche unterteilt: Der erste Teil ist eine Systemanalyse und der zweite eine Bedarfsanalyse.  Mit der Systemanalyse werden die Kernprozesse der Versorgung erhoben, von der Notaufnahme, über die Verlegung und Betreuung auf Station, bis hin zur Versorgung im heimischen Umfeld oder im Pflegeheim. Als Grundlage dient die Behandlung eines an Demenz erkrankten Patienten nach einem traumatischen Ereignis, wie einer Femurfraktur.

Abbildung1: Beispielhafter Ausschnitt einer im SimPat-Projekt modellierten Prozesskette (eEPK)

Die beteiligten Akteure, z. B. Pflegekräfte, Sozialarbeiter und Ärzte, werden interviewt, um die entsprechenden Prozesse  zu eruieren. Aus den Ergebnissen werden erweiterte ereignisgesteuerte Prozessketten (eEPK´s) modelliert. Diese Prozessketten stellen die Abläufe der Versorgung dar und helfen dadurch Kommunikationslücken und Verbesserungspotential zu identifizieren. Die folgende Abbildung zeigt beispielhaft eine der modellierten Prozessketten.

Die Systemanalyse dient auch dazu, die Struktur der relevanten (Sub-) Informationssysteme, wie z. B. Datenablage und -austausch aller am Behandlungsprozess beteiligten Akteure zu erfassen. Das Projektteam interviewt dazu die IT- Verantwortlichen und analysiert die verwendeten Dokumente. Die erhobene Struktur wird  mittels eines Drei-Ebenen-Metamodells (3LGM2) dargestellt. Die Methodik wird auf der Webseite www.3lgm2.de erläutert. Ziel ist der schnelle und detaillierte Informationsaustausch zwischen den Akteuren, beispielsweise Krankenhaus und Hausarzt.

Das Konzept und die geplante Vorgehensweise der Bedarfsanalyse – dem zweiten Teil der Anforderungsanalyse – wird derzeit durch die Ethikkommission der Landesärztekammer Hessen geprüft. Ein Votum der Ethikkommission der Christian-Albrechts-Universität liegt seit Anfang Juli vor.

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